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Zeichenunterricht Grundlage für meinen Zeichenunterricht ist eine von mir entwickelte und inzwischen patentierte Papiergrundierung, die es erlaubt, in jedem Stadium der Arbeit Farb- und Formkorrekturen vorzunehmen. Die Grundierung nimmt die Angst vor dem weißen Blatt und vor Fehlern. Ein Sortiment von Farbstiften befreit weitgehend von der Kunst der Farbsuche und des Farbmischens. Aufgeregtheit legt sich und es kann ein schöpferischer Prozess eine meditative Situation entstehen. Man hält Zwiesprache mit dem Objekt, einer dicken Birne vielleicht, einem Herbstblatt, einem Schneckenhaus. Die Beobachtungsgabe wird geschult. Oft entsteht ein sensibles Portrait eines solchen Objektes, manchmal ein Stilleben, wobei es sehr reizvoll sein kann, die Dinge gerade nicht in ihrem Gebrauchszusammenhang darzustellen, sondern nach eigenen ästhetischen Gesichtspunkten zu ordnen. Man entdeckt, daß die Birne, der Apfel aus dem Garten, vom Baum am Straßenrand, eine Individualität haben, die dem Prachtobst im Supermarkt fehlt. Schönheit und Größe gerade in unspektakulären Dingen, unscheinbaren Details zu sehen, ist mein Anliegen, war durch das Zeichnen für mich meine wichtigste Entdeckung. Die Vergänglichkeit, die Unvollkommenheit der Dinge, ihre ganz persönlichen Merkmale machen ihren Reiz, ihre Liebenswürdigkeit aus und darüber hinaus spiegeln sie auch unser eigenes Sein. |